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14.Oct.2011 11:10 Uhr by July Holst

Das war Kid On 2011

Jetzt ist Kid On schon fast drei Wochen vorbei und die Nachbereitung in vollem Gange. Finden Sie nicht auch, dass es Zeit ist für ein kleines Resümee?

Tag 1:

Nach einer sehr frühen und schnellen Aufbauphase trudelten nach und nach die Teilnehmer ein. Leider verirrten sich einige von Ihnen so sehr auf dem Messegelände, dass sie erst mit Verspätung im Marshallhaus ankamen. Für uns war es in diesem Jahr erstmals eine neue Location und daher alles doppelt aufregend. An dieser Stelle möchte ich nochmals unser Bedauern aussprechen, dass viele nicht den direkten Weg gefunden haben! Nachdem wir noch eine halbe Stunde gewartet hatten, waren dann doch fast alle da. Wir starteten mit einer Begrüßung von Christopher Schering, der uns die jungen Zielgruppen typologisierte und uns die wichtigsten Facts erzählte: „Es gibt immer weniger Kinder, aber die haben immer mehr Geld zur Verfügung.“

Weiter ging es mit dem sehr spannenden Vortrag von Petra Schönegger über essence. Diese Marke ist erst 10 Jahre alt und hat es innerhalb dieser kurzen Zeit geschafft, die meistverkaufte Marke in Deutschland in der Kategorie Dekorative Kosmetik zu werden. Dank der essence beauty community steht essence immer in engem Kontakt und Austauch mit ihrer Zielgruppe.

Andreas Kuhnle berichtet uns dann von den Umstrukturierungen bei Bonduelle und was passiert, wenn Kinder plötzlich Zielgruppe werden.

Die letzten drei Vorträge standen ganz im Zeichen von Neuromarketing und Hirnforschung. Michael Schießl startete mit seinem Vortrag über Kinder am Point of Sale und erklärte uns, dass sie gar nichts dafür können, wenn sie im Supermarkt anfangen zu heulen. Sie sind noch nicht fähig, ihren Konsumdrang zu unterdrücken.

Jürgen Gallinat erläuterte in seinem Vortrag, in welchen Hirnregionen eine Belohnung ausgelöst  und verarbeitet wird und wo die Unterschiede zwischen Erwachsenen und Kindern liegen.

Den Abschluss der Vorträge am ersten Tag machte Markus Breuer. Er stellte uns die Kraft von Gamification vor und erklärte den Unterschied zwischen Spiel und Gamification. Breuer stellt die These auf, dass jeder bereits Teil von Gamification ist.

Den Abschluss des Tages bildeten die zwei Fokusgruppen mit Kindern oder Jugendlichen. Sie boten den Teilnehmern die Möglichkeit, direkten Kontakt zu ihrer Zielgruppe aufzunehmen.

Zwischendurch gab es immer wieder die Chance, sich bei einem kleinen Snack mit den anderen Teilnehmern auszutauschen.  Beim get together nach den Fokusgruppen bildeten sich noch kleine Grüppchen, die gemeinsam den ersten Tag ausklingen ließen.

Tag 2:

Der zweite Tag startete dann auch pünktlich  - wenn auch mit einer spontanen krankheitsbedingten Umstellung des Programms. Johann Laeschke erkrankte leider kurzfristig, wodurch wir schnell umdisponieren mussten. Gott sei Dank waren unsere Referenten und auch unsere Partner von der YOU so spontan.

Wir starteten den Tag wie geplant mit dem Vortrag von Claudia Wegener über die 10 goldenen Regeln für gute Bildungskommunikation. Diesem Vortrag ging ein Autorengespräch mit Frau Anthes vom SWR voraus.

Gut informiert über die Dos und Don´ts in der Bildungskommunikation folgten wir dann gespannt dem Vortrag von Florence Schneider über funktionierendes Engagement der Deutschen Bank in der Schule.

Es folgte der Vortrag über Greenpeaces Arbeit mit Kindern und Jugendlichen von Dietmar Kress, der uns anschaulich die Werte und Herangehensweisen von Greenpeace darlegte.

Nach diesem Vortrag ging es unter der Leitung von Daniel Barkowski auf die YOU. Bei dem geführten Rundgang durch die Menge an Schülern fiel es nicht gerade leicht,  auch die „Schulklasse Kid On“ zusammenzuhalten.

Nach dem Mittagessen starten wir dann mit dem Vortrag von Prof. Eva Neuland, der glücklicherweise von Petra Balsliemke als Krankheitsvertretung gehalten wurde. Die Einblicke in die Jugendsprachforschung endeten in der Analyse von der Mediensprache und zwei Anzeigenbeispielen. Und das Fazit ist: „Jugendliche sprechen Hochdeutsch!“

Alle waren nun auf dem neusten Stand in Sachen Jugendsprache  und konnten so in die Fokusgruppen starten. Pädagogen, Kinder und Jugendliche sollte ihre „Schule der Zukunft“ beschreiben und erläutern.

Mit den neugewonnenen Erkenntnissen ließen wir alle die zwei informativen Tage bei Fingerfood und einem Gläschen Sekt ausklingen.

Ich freue mich, dass so viele da waren und kann sagen, dass ich um viele Erfahrungen reicher bin. Ganz herzlich möchte ich mich noch bei alle Helfern, Partnern und Unterstützer bedanken. Und jetzt können Sie gerne auch noch Ihren Senf dazu geben!  :-)